19.06.2026
Japan- und Chinareise: Wichtige Fortschritte für den Export von Schweinefleisch aus Deutschland
Bonn, 19. Juni 2026 – „Die Reise von Bundesminister Alois Rainer nach Japan und China hat wichtige Impulse für die Wiederaufnahme des Exports von Schweinefleisch aus Deutschland gesetzt. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Anerkennung der Regionalisierung im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) – ein entscheidender Schritt, um Exportmöglichkeiten für nicht betroffene Regionen Deutschlands wieder zu eröffnen. Die Gespräche von Bundesminister Rainer haben den Weg geebnet. Jetzt darf keine Zeit verloren gehen: Die vereinbarten Schritte müssen zügig umgesetzt und politisch konsequent begleitet werden, damit die Regionalisierung in diesen beiden wichtigen Märkten in Asien anerkannt wird“, so Steffen Reiter, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Fleischwirtschaft e.V. (VDF).Der erste Teil der Reise von Bundesminister Rainer führte mit einer großen Wirtschaftsdelegation nach Japan. Japan hatte zuvor mit Frankreich ein Abkommen zur Anerkennung der Regionalisierung abgeschlossen. Dies zeigt, dass entsprechende Vereinbarungen grundsätzlich möglich sind. Bundesminister Rainer konnte erreichen, dass Deutschland nun ebenfalls mit Japan die Verhandlungen zu entsprechenden Erleichterungen für den Export von Schweinefleisch aufnehmen wird. Bereits weit fortgeschrittene Verhandlungen zu erhitzten Fleischwaren sollen nun zügig zum Abschluss gebracht werden. Beide Punkte wurden in einer gemeinsamen Absichtserklärung schriftlich vereinbart.
Auch in China konnten wichtige Weichen gestellt werden. Bundesminister Rainer führte Gespräche mit den zuständigen Behörden, der Zollbehörde GACC sowie dem Landwirtschaftsministerium MARA. Dabei wurde ein konkreter Fahrplan für das weitere Verfahren der Wiederzulassung von Schweinefleisch vereinbart. Als erster Schritt soll kurzfristig ein Audit in Deutschland stattfinden, um die Bekämpfungsmaßnahmen bei Wildschweinen zu evaluieren.
Die Reise hat gezeigt, dass der persönliche politische Dialog auf höchster Ebene Wirkung entfaltet. Die erzielten Fortschritte bieten eine gute Grundlage, um die Anerkennung der ASP-Regionalisierung sowohl in Japan als auch in China weiter voranzubringen und den deutschen Schweinefleischexport nachhaltig zu stärken. Zudem wurde auch aus der Zusammensetzung der Delegation deutlich, dass in wichtigen Drittländern Marktzugangsfragen durch Veterinärabkommen die zentrale Rolle für die Umsetzung der Exportstrategie spielen. Priorisierung und Strukturen müssen hierfür im BMLEH weiter gestärkt werden.
