30.01.2026
Weltweiter Fleischbedarf steigt bis 2050 um ca. 20 Prozent
Berlin, 30. Januar 2026 – „Weltweites Bevölkerungswachstum und zunehmender Wohlstand werden den Bedarf an tierischem Protein bis 2050 um rund 20 Prozent im Vergleich zu 2020 steigen lassen. Tierische Proteine müssen einen wesentlichen Beitrag zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung leisten“, erläuterte Dr. Dominik Wisser, Experte der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), auf dem Parlamentarischen Abend des Verbandes der Fleischwirtschaft (VDF) in Berlin."Wenn dieser wachsende Bedarf zugleich mit sinkenden Klimagasemissionen nachhaltig gedeckt werden soll, sind insbesondere eine verbesserte Effizienz in der Tierhaltung mit Tiergesundheit, gezielten Zuchtfortschritten und einer verbesserten Futterqualität die zentralen Stellschrauben“, betonte Dr. Wisser. Das Einsparpotenzial zugunsten des globalen Klimas durch Ernährungsänderungen, beispielsweise einen geringeren Fleischkonsum in den westlichen Industrieländern, bewertet er demgegenüber als vergleichsweise begrenzt.
Der VDF sieht den Tierhaltungsstandort Deutschland grundsätzlich gut aufgestellt, um die Herausforderungen einer wachsenden, zugleich nachhaltigen Fleischproduktion zu bewältigen. „Tierhaltung und Fleischproduktion in Deutschland sind besonders klimaeffizient und erfüllen hohe Tierwohlstandards“, so Martin Müller, Vorstandsvorsitzender des VDF. „Wir brauchen jedoch jetzt die Weichenstellung, um mit diesen hohen Standards wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Müller weiter. Aus Sicht des Verbandes gehören dazu ein praxistaugliches Genehmigungsrecht, ein gut ausgestattetes Bundesförderprogramm für die Tierhaltung sowie die schnelle Umsetzung der Agrarexportstrategie des BMLEH.
Die Forderungen und Bestrebungen um einen Abbau der Tierhaltung in Deutschland der vergangenen Jahre haben sich unter dieser Konstellation global betrachtet als Irrweg herausgestellt. Nur eine starke deutsche Tierhaltung und Fleischwirtschaft vermeiden sogenanntes Carbon Leakage und den Verlust des besonders innovativen deutschen Know-hows in allen Bereichen von Tierzucht, über Haltung, Fleischerzeugung und Ganztiervermarktung. „Gut, dass die Bundesregierung hier umsteuert“, so Martin Müller weiter.
In kommunikativer Atmosphäre und mit zahlreichen Gästen aus Bundesregierung, Bundestag, Landesvertretungen und der Fleischwirtschaft fand der Parlamentarische Abend des Verbandes der Fleischwirtschaft am 28. Januar 2026 in Berlin statt. Die Veranstaltung bot hochinformative Einblicke in aktuelle und zukünftige Entwicklungen der globalen Ernährungswirtschaft.
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