Verband der Fleischwirtschaft e.V. - VDF

Meldung vom 27.04.2009

Neuer Influenzavirustyp nicht in Schweinen nachweisbar

VDF, 27.04.2009 - Das Internationale Tierseuchenamt (OIE) hat heute im Zusammenhang mit den Grippeausbrüchen in Mexiko und USA darauf hingewiesen, dass es nicht gerechtfertigt ist, von einem "Schweinevirus" oder einer "Schweinegrippe" zu sprechen. Bislang konnte das Virus noch nicht in den Schweinen nachgewiesen werden. Die OIE schlägt daher vor, sich bei der Namensgebung - wie in der Vergangenheit - an der geographischen Herkunft zu orientieren. Demnach müsste die Grippe als "Nord-Amerika-Grippe" bezeichnet werden.

Auch das Friedrich-Loeffler-Institut in Riems informiert, dass es sich bei dem Virus, das in Mexiko und den USA zu Erkrankungen und Todefällen geführt hat, um einen neuen Erreger handelt, der bei Schweinen noch nie festgestellt wurde. Vielmehr weist das Virusgenom Teile der Erbinformation von Influenzaviren des Typs A vom Schwein, vom Menschen und auch von Vögeln auf. Dass Schweine als „Mischgefäß“ verschiedener Influenzaviren fungieren können, ist bekannt. In diesem Fall handelt es sich also nicht um einen Erreger, der direkt vom Schwein auf den Menschen übertragen wird, sondern um eine von Mensch zu Mensch übertragene humane Influenzainfektion. Der Begriff „Schweinegrippe“ ist demnach irreführend.

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