Verband der Fleischwirtschaft e.V. - VDF

Meldung vom 29.08.2008

Südkorea – Importnachfrage nach Schweinefleisch bleibt stark

Schweinefleischimporte Südkoreas

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VDF, 29.08.2008 - Die kürzlich veröffentlichten Zahlen zum Schweinefleischimport Südkoreas im ersten Halbjahr 2008 weisen einen Anstieg gegenüber der ersten Hälfte des Vorjahres um 5 % auf insgesamt 182.700 t aus. Mehr als 95 % der Einfuhren entfiel auf gefrorenes Schweinefleisch.

Günstige Handelsbedingungen mit den USA führten zu einem Anstieg der US-Importe um 18 %. Der Anteil der US-Lieferungen an der Gesamtimportmenge belief sich auf 31 %. Das importierte Schweinefleisch aus den USA findet hauptsächlich im Gastronomiebereich (65 %) Verwendung, weitere 25 % werden über den LEH abgesetzt und 10 % gehen in die Verarbeitungsindustrie.

Die koreanischen Einfuhrabgaben für gefrorenes Schweinefleisch sanken von 16,7 % im Jahr 2007 auf 14,3 % im laufenden Jahr. Für das gesamte Jahr 2008 wird ein Anstieg der Schweinefleischimporte um ca. 9 % prognostiziert.

In Folge eines Freihandelabkommens zwischen Chile und Südkorea stiegen die Lieferungen aus Chile um 30 %. Die Einfuhr aus Chile wurde allerdings aufgrund einer Feststellung von Dioxinrückständen in Schweinefleischlieferungen Anfang Juli gestoppt.

Die Einfuhren aus der EU-27 gingen leicht zurück. Die Lieferzuwächse aus Österreich und Ungarn (+30 %) sowie aus den Niederlanden (+5 %) konnten die Exportrückgänge aus Frankreich, Spanien, Dänemark und Belgien nicht kompensieren.

Solange Versorgungsengpässe bei Rindfleisch bestehen, wird die Nachfrage nach Schweinefleisch in Südkorea auf Rekordniveau bleiben. Die inländische Nachfrage nach frischem Fleisch überwiegt bei weitem die Nachfrage nach verarbeiteten Fleischerzeugnissen. Im Jahr 2006 betrug der Anteil verarbeiteter Erzeugnisse am gesamten Fleischkonsum Südkoreas lediglich 12 %. Im Vergleich hierzu beträgt dieser Anteil in Japan mehr als 30 % und in der EU mehr als 70 %. Besonders beliebt sind in Südkorea Schweinebauchteilstücke. Ein Drittel aller Importe im ersten Halbjahr entfiel auf Schweinbäuche (+7 %).

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