Verband der Fleischwirtschaft e.V. - VDF

Meldung vom 20.02.2008

10. Deutsch-Russisches Wirtschaftstreffen Fleisch in Moskau

10. Deutsch-Russisches Wirtschaftstreffen Fleisch in Moskau
Für die deutsche Fleischwirtschaft begrüßte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Fleischwirtschaft (VDF), Dr. Heike Harstick, die Teilnehmer. Von links nach rechts: Dr. Heike Harstick (VDF), Prof. Dr. Jossif Rogov (Präsident des russischen Fleischverbandes), Sergey Yushin (Vorsitzender Verband der russischen Importeure), Wirtschaftsattaché Jörg Kirsch (Deutsche Botschaft Moskau) und Dr. Ewald Ewering (CMA-Repräsentanz Moskau)
Foto: CMA, Bonn

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VDF, 20.02.2008 - Zum traditionellen Wirtschaftstreffen Fleisch kamen vergangene Woche in Moskau ca. 150 Vertreter der deutschen und russischen Fleischwirtschaft am Rande der Nahrungsmittelmesse Prodexpo zusammen. Die erfolgreiche Veranstaltung wurde bereits im 10. Jahr von der CMA zur Förderung des deutschen Fleischexports ausgerichtet.

Der Präsident des russischen Fleischverbandes Prof. Rogov dankte den deutschen Partnern für die gute Zusammenarbeit. Er hob dabei insbesondere das Investitions- und Kooperationsengagement einiger deutscher Fleischunternehmen in Russland hervor. Für die russischen Importeure betonte deren Vorsitzender Sergey Yushin, dass die Fleischimporte Russlands im vergangenen Jahr bei allen Fleischarten gestiegen sind. Aber auch die eigene Produktion von Schweinefleisch und vor allem Geflügel habe kräftig zugelegt, so dass hier der Importbedarf zukünftig geringer ausfallen könnte. Dagegen habe die russische Erzeugung von Rindfleisch nach wie vor große Schwierigkeiten. Hinsichtlich der Schweinefleischeinfuhren aus Deutschland begrüßte Yushin die neuen russischen Einfuhrbestimmungen, wonach es bei der Einfuhr keine Unterscheidung mehr gibt für Fleisch zur Verarbeitung und zum Verkauf im Einzelhandel. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Anlaufschwierigkeiten der neuen Veterinärregelungen in Kürze überwunden seien.

Von der Deutschen Botschaft in Moskau überbrachte der Wirtschaftsattaché, Herr Kirsch, Grüße der Bundesregierung. Er versicherte, dass die Handelsangelegenheiten im Sektor Fleisch einen hohen Stellenwert in der Botschaft hätten und man inzwischen gute Beziehungen zum russischen Veterinärdienst aufgebaut habe.

Für die deutsche Fleischwirtschaft begrüßte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Fleischwirtschaft (VDF), Dr. Heike Harstick, die Teilnehmer. Angesichts der aktuellen Turbulenzen bei der Einfuhrabwicklung von Fleischlieferungen unter dem neuen russischen Einfuhrregime und dem zu Jahresbeginn kurzzeitig drohenden Einfuhrstopp Russlands hob Dr. Harstick die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen der deutschen und russischen Fleischwirtschaft hervor. Trotz der zahlreichen Schwierigkeiten, die im Fleischexport nach Russland immer wieder auftreten, hätten es die Unternehmen auf beiden Seiten geschafft, den Handel kontinuierlich aufrecht zu halten und im Geschäft zu bleiben. Der VDF habe dazu auch im zurückliegenden Jahr einen Beitrag leisten können und die Unternehmen wöchentlich mit den neuesten Informationen zum Fleischexport nach Russland auf dem Laufenden gehalten und russische Veterinärinspektionen organisatorisch ermöglicht. Eine Auswertung der Inspektionen habe der russische Veterinärdienst leider nie zur Verfügung gestellt, so dass einige Entscheidungen nicht nachvollziehbar seien. Dr. Harstick begrüßte die Unterzeichnung des deutsch-russischen Veterinärprotokolls durch die Bundesregierung zu Jahresbeginn. Wenn die Anfangsschwierigkeiten bei der Umsetzung überwunden seien, könnten sich die neuen Bestimmungen positiv auf den deutschen Schweinefleischexport auswirken.

Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung dankte Dr. Harstick den Ausrichtern der CMA, Herrn Dr. Ewald Ewering, Leiter der CMA-Repräsentanz Moskau, und Herrn Steffen Reiter, Leiter Exportmanagement CMA. Das Wirtschaftstreffen Fleisch sei eine hervorragende Plattform, um Geschäftskontakte zu knüpfen und zu intensivieren, so habe die jährliche Veranstaltung sehr gut dazu beitragen können, dass sich verlässliche Partnerschaften im Fleischhandel zwischen den beiden Ländern entwickeln konnten.

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