VDF-Muster-Krisenhandbuch zur Afrikanischen Schweinepest
(3. Überarbeitung)

VDF-Muster-Krisenhandbuch ASP für Schlachtbetriebe (3. Überarbeitung)Vergrößern Herunterladen
VDF, 06.12.2019 - Bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) handelt es sich um eine fieberhafte, hoch ansteckende Viruserkrankung, von der allein Schweine befallen werden. Bei Haus- und Wildschweinen endet der Krankheitsverlauf i. d. R. tödlich. Einen Impfstoff gegen die ASP gibt es bislang nicht. Für den Menschen ist das Virus vollkommen ungefährlich.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in den von der Seuche betroffenen Ländern Osteuropas, mit Ausnahme von Tschechien, in den Wildschweinbeständen immer weiter aus. Auch Hausschweinebestände sind dort mit der Tierseuche infiziert worden. Der ASP-Ausbruch im Wildschweinbestand in Belgien im September letzten Jahres hat verdeutlicht, dass das Virus durch Unachtsamkeit von Menschen auch über große Entfernungen verschleppt werden kann.

Die Einschleppung der ASP in Deutschland wäre mit einem enormen wirtschaftlichen Schaden verbunden. Bei einem Ausbruch im Wildschweinbestand würden großflächige Restriktionszonen mit strengen Handels- und Transportverboten für Hausschweine und Schweinefleisch eingerichtet. Die Vermarktung von Schweinefleisch und Produkten aus Schweinefleisch in Länder außerhalb der EU wäre aufgrund der Tierseuche kaum mehr möglich, da die marktwesentlichen Drittländer ASP-Freiheit als Bedingung für die Einfuhr in ihren Veterinärbescheinigungen (Zertifikat) voraussetzen. Bei einem Ausbruch im Hausschweinebestand kämen die Tötung und unschädliche Beseitigung aller Schweine der betroffenen Betriebe sowie der Kontaktbetriebe hinzu.

Der VDF hat auf die Entwicklung des Seuchengeschehens frühzeitig reagiert und eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Experten aus Mitgliedsunternehmen und Behörden, zur Bewertung der Situation und Erarbeitung von Maßnahmen für Schlachtbetriebe eingesetzt. Im Ergebnis der Arbeiten konnte der VDF ein erstes Muster-Krisenhandbuch Afrikanische Schweinepest für Schlachtbetriebe bereits im Dezember 2017 herausgegeben. Zwischenzeitlich liegt die dritte Überarbeitung des Handbuchs vor. Neben der aktuellen Rechtslage wird auch die zu erwartenden, zukünftige Rechtslage mit Blick auf die anstehende Änderung der Schweinepest-Verordnung dargestellt. Dieser Ausblick soll den Schlacht- und Zerlegebetrieben sowie den vorgelagerten landwirtschaftlichen Betrieben die Möglichkeit geben, sich auf die Herausforderungen, die die kommenden Rechtsänderungen mit sich bringen, rechtzeitig einzustellen. In der neuen Überarbeitung des Handbuchs vom 05.12.2019 finden sich zu diesem Zweck daher zwei neue Flussdiagramme (1a und 2a), in denen die zu erwartenden Rechtsänderungen kenntlich gemacht sind.

Hinweise und Anregungen zum Muster-Krisenhandbuch nehmen wir gerne unter info@v-d-f.de auf.